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Mein Beruf, mein Leben!

Ich koche für mein Leben gerne, nicht nur weil es mein Beruf ist. Auch zu Hause stelle ich mich täglich vor den Herd und koche mit absoluter Begeisterung. Ich kenne Kollegen, die das gar nicht können, die froh sind, wenn sie zu Hause nicht kochen müssen. Die hauen sich eine Tiefkühlpizza in den Ofen und das wars! Es geht wahrscheinlich vielen so, nicht nur Köchin. Eine Telefonisten nervt es wahrscheinlich auch, wenn ihr Telefon zu Hause klingelt. Und ich denke, dass ein Fernfahrer froh ist, wenn er in seiner Freizeit nicht mit dem Auto durch die Gegend fahren muss. Das ist absolut verständlich!
Bei mir ist es anders! Ich lebe meinen Beruf! Ich sehe ihn eigentlich gar nicht wirklich als einen Beruf an sondern als eine Art Kunst, die sich immer wieder neu findet. Ein Bild, kann noch so oft gemalt werden, nachgemalt werden, es wird nie das Selbe, immer ein Stück anders sein. Und so sehe ich das kochen zu Hause nicht als notwendiges Übel an, sondern als Übung, als Weiterentwicklung meiner Kunst. Ich probiere etwas aus, verändere oder ergänze etwas, um es anders, um es besser zu machen. Was zu Hause gut klappt, kommt im Lokal nicht immer gut an, da es manche Gäste gibt, die egal wann und egal wie, immer das Gleiche bestellen und es immer gleich haben wollen. Dass das aus Prinzip schon nicht immer möglich ist, ist denen egal! Daher sind Variationen und Veränderungen manchmal mit Beschwerden verbunden, zum Glück aber recht selten.

Dennoch habe ich mich entschlossen, mein eigener Chef zu werden. Ich werde in Zukunft für Leute zu Hause kochen, für private Veranstaltungen und Feste, LIVE-Cooking zum Anfassen und Mitmachen. Ich habe die ersten Kleinanzeigen geschaltet und habe auch schon die ersten Buchungen. Ich werde berichten, wie es läuft!

21.7.11 09:36, kommentieren

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Der Wind des Schicksals

Nach langer Suche und der Verzweiflung nahe, wehte mir das Schicksal, wahrscheinlich auch der Wind einen Zettel vor die Füße. Ich hob ihn auf und er war so bunt. Ich konnte nicht wirklich lesen, was drauf stand, aber es war ein Zettel eines Restaurants und der Inhaber hieß Boguslaw, genau wie ich!!! Ich dachte, dass kann kein Zufall sein und fragte mich mehr schlecht als recht zu dieser Gaststätte durch und ich fand sie.
Als ich hineinging waren dort viele Leute, Handwerker, Kellner und Köche. Die Lokalität war kurz vor der Eröffnung und es gab noch so viel zu tun. Ich fragte nach Boguslaw und man verwies mich in die Küche. Und da stand er, ein großer, stattlicher Mann mit Bart, er lachte und brüllte und gab wilde Anweisungen. Ich sprach ihn an und er lächelte, als ich meinen Namen sagte und wir beide lachten als wir hörten, dass wir aus der gleichen Ecke der Slowakei kommen. Eins führte zum anderen und mir fiel ein Stein vom Herzen, als er mir Anbot, als Küchenhilfe beim ihm zu arbeiten. Ich war der glücklichste junge Mann und konnte gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Ich habe anfangs nicht sehr viel verdient, aber das war mir egal, ich hatte einen Job und zudem arbeiteten noch viele weitere Slowaken dort und mein Heimweh wurde weniger. Meine Kollegen wurden wie eine Familie für mich. Nach einem halben Jahr bot mir mein Chef eine Lehrstelle als Koch an, was ich sofort annahm. Heute bin ich der Küchenchef des Restaurants und ich habe immer noch sehr viel Spaß an meinem Beruf. Mein alter Chef Boguslaw ist wieder zurück in die Slowakei und genießt seinen Ruhestand. Sein Sohn hat den Laden übernommen. Mal sehen, ob er die gleiche Herzlichkeit wie sein Vater hat!

11.7.11 13:10, kommentieren

Aller Anfang ist schwer

Hey Leute,

ich bin der Nowi, ist mein Spitzname und viel einfacher zu merken als mein Vorname. Ich komme ursprünglich aus der Slowakei, lebe aber schon 20 Jahre in Deutschland und es gefällt mir sehr gut hier. Ich bin damals nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung hier her gekommen und ich habe es nie bereut. Der Anfang war natürlich sehr schwer. ich war gerade mal 16 Jahre jung und konnte nur wenig Deutsch, nur das, was ich in der Schule hatte und das war wirklich nicht viel. Ich habe schon auf dem Weg nach Deutschland meine Heimat, meine Familie und Freunde sehr vermisst. Und ich war einige Male kurz davor, wieder umzudrehen. Aber meine Neugier war einfach zu groß! Ich wollte mit eigenen Augen sehen, was der Westen zu bieten hat, ob wirklich alles besser und schöner ist. Und ich wollte Geld verdienen, mir und meiner Familie ein schöneres Leben ermöglichen, ein eigenes Haus besitzen, mit meinem eigenen Auto fahren.
Doch das war ein langer und harter Weg, auf dem ich viel gelernt habe und den ich heute wieder so gehen würde!
Als ich in Deutschland ankam, hatte ich nichts, außer ein paar Klamotten. Ich wurde zum Glück bei Bekannten meines Opas aufgenommen. Somit musste ich nicht auf der Straße schlafen. In den ersten Tagen machte ich mich sofort auf die Suche, nach einem Job, aber gefunden habe ich keinen. Niemand wollte einen 16jährigen Slowaken, der keinen Schulabschluss hatte und kein Deutsch sprechen konnte. Ich war verzweifelt und nach ein paar Wochen wurden auch die Bekannten langsam unruhig und wollten ihr Wohnung wieder für sich alleine haben. Wieder bin ich los und habe die Straßen nach Arbeit abgesucht und dann war es wohl Schicksal oder einfach nur Glück...

5.7.11 17:02, kommentieren